Die Evangelische Stadtakademie beim Kirchentag 2019 in Dortmund

Erinnern Begegnen Bedenken
 
"BOTTARI" - Bündel der Erinnerungen
Ein Frieden stiftendes Kunstprojekt
 
"Bottari" (korean. = Bündel) ist ein internationales Kunstprojekt, mit dem an die Schicksale der koreanischen Trostfrauen" erinnert wird. "Trostfrauen" ist der menschenverachtende Ausdruck für die ca. 250.000 Mädchen und Frauen, die während des Asien-Pazifik-Kriegs (1937-1945) in Korea und im asiatischen Raum für japanische Kriegsbordelle sexuell versklavt und in ihrer Würde zutiefst verletzt wurden.
Bis heute belastet dieses Thema das Vertrauen zwischen Korea und Japan nachhaltig.
 
Der koreanische Künstler Professor  Gyeong-il Ko aus Seoul hat dieses Thema in Cartoons bearbeitet und mit koreanischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern, bewusst auch aus Japan, zu einem Frieden stiftenden Kunst-Projekt weiterentwickelt.
Zu sehen sind zwei- und dreidimensionale sowie audiovisuelle Kunstwerke.
Während des Kirchentages sollen in Aktionen mit dem Publikum weitere Werke entstehen.
 
Es ist ausdrückliches Anliegen des "Bottari"-Projektes, an alle Frauen und Kinder zu erinnern, die bis zum heutigen Tag in den Kriegsgebieten der Welt Opfer von Gewalt wurden und werden. So wird auch an die Schicksale der Frauen erinnert, die Opfer der koreanischen Truppen im Vietnamkrieg wurden.
 
Diesem Projekt geht es nicht um einseitige Anklage. Vielmehr soll gezeigt werden, wie mit Mitteln der Kunst Wege der Verständigung und des Vertrauens geöffnet und begehbar werden.
 
"Bottari" ist ein Kooperationsprojekt der Evangelische Stadtakademie Bochum mit der Koreanisch-Evangelischen Kirchengemeinde Bochum e.V. und der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.
 
Die Ausstellung ist von Donnerstag, 20.06. bis Samstag, 22.06. von 10.30 -18.00 Uhr durchgehend zu sehen.
 
Vorträge mit Diskussionen, ein Konzertprogramm mit traditioneller koreanischer Musik, Film-Vorführungen mit Einführung sowie interaktive Kunstaktion mit dem Publikum gehören zum Programm am Donnerstag und Freitag.
 
Veranstaltungsort ist Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen.
 
Die Zeche Zollern wurde seit 1969 zu einer der schönsten und eindrücklichsten Industriedenkmäler restauriert. Die ehemalige Schachtanlage erinnert mit ihren prunkvollen neugotischen Backsteinfassaden mit Jugendstilelementen und einer riesigen Maschinenhalle eher an ein Schloss als an eine ehemalige Kohlenzeche.
Als heutiges LWL-Landesmuseum bietet Zeche Zollern unter dem Motto Erinnern, Begegnen, Bedenken  ideale Bedingungen für Erinnerungs- und Kunstprojekte.
 
Weitere Akteure des Kirchentags auf Zeche Zollern sind:
 
  • Polessje-Elegie - Das verlorene Land. Eindrücke aus der Tschernobylsperrzone“ Ausstellung der Hilfe für Tschernobyl-Kinder in der Ev.-lutherischen Landeskirche Hannover
  • "Mauer-Fälle" Volxtheater der Theaterwerkstatt der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
  • Ökumenisches Feieragapemahl mit Bergbautraditionen Ev. Christus-Kirchengemeinde Dortmund, in ökumenischer Verbundenheit mit den katholischen Gemeinden im Dortmunder Westen, 21. Juni 2019,18.00 Uhr
  • LWL-Landesmuseum Zeche Zollern
 
Die Zeche Zollern kann mit dem Fahrausweis des Kirchentages besucht werden (Do-HBF mit RB 43 bis Do-Bövinghausen, Fahrzeit: ca. 18 Min.).
Anfahrt hier
 
LWL Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
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