Di, 7. Juni 2022, 18:30 Uhr

Evangelische Stadtakademie Bochum Westring 26 a, 44787 Bochum

mit Muriel Mirak-Weißbach und Christiane Conradt (musikalischer Beitrag)

Buchpräsentation: Wurzeln in der Luft – Völkermord und Lebensspuren
Buchvorstellung, Vorträge und anschließendes Gespräch mit den Herausgebern Heide Rieck und Azat Ordukhanyan

Wurzeln in der Luft – Völkermord und Lebensspuren, herausgegeben von Heide Rieck und Azat Ordukhanyan, Projektverlag, 2021, umgibt den Leser mit Erzählungen.
Die Journalistin Muriel Mirak-Weißbach aus den USA, Tochter von Überlebenden des jungtürkischen Völkermordes an den Armeniern, Griechen, Assyrern / Aramäern und anderen christlichen Gruppen, berichtet über das Schicksal ihrer Familie und die Suche nach ihren Wurzeln in Anatolien.
Leider ist Ali Ertem, einer der Referenten des Abends, vor Kurzem verstorben. Sein Lebenswerk wird aber vorgestellt werden. Er war einer der drei türkischen Autoren der Anthologie.
 
Moderation: Heide Rieck
Ali Ertem wurde in Göllü,Türkei geboren. Nach achtjähriger Schulausbildung folgte er 1961 dem Aufruf eines Ruhrkohle-Unternehmens nach Deutschland, um sich dort zum Elektro-Ingenieur weiterzubilden. An der Ruhr-Universität Bochum begann er sich mit dem Thema des jungtürkischen Genozids an den Armeniern, Griechen und Assyrern 1915-1918 auseinanderzusetzen. Mit dem Entschluss, gegen Verleumdung, Hass und für Versöhnung durch die Anerkennung dieses Genozids zu kämpfen, gründete er am 26. September 1998 den „Verein der Völkermordgegner e. V.“ türkisch: „Soykırım Karşıtları Derneği (SKD)“ in Frankfurt a. M.
 
Muriel Mirak-Weißbach wurde in den USA als Tochter zweier armenischer Überlebender und Waisen des Genozids von 1915/1916 geboren. In den 1970er Jahren lehrte sie Anglistik an der Universität Mailand sowie der Universität Bocconi in Mailand. In den nacholgnden Jahrn arbeitete sie als Journalistin vor allem zu politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in der arabischen und islamischen Welt. Sie referierte bei internationalen Konferenzen und Seminaren zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Politik und zum interkulturellen Dialog.
 
Christiane Conradt studierte in Darmstadt, Mannheim und Karlsruhe Violoncello. Nach einem ersten Engagement in Nürnberger wechselte sie zu den Bochumer Symphonikern. Ihr besonderes Interesse gilt zeitgenössischen Werken der Kammermusik und der solistischen Celloliteratur. Sie tritt in verschiedenen Veranstaltungsreihen auf und entwickelte in der ROTTSTR5 H.O.F. einen Ort für Neue Musik, Improvisation und Performance.
Kosten
Der Eintritt ist frei.
Termine07.06.2022 18:30 - 20:30 Uhr