Mit dem Festival „Musik & Kultur in westfälischen Landsynagogen“ soll in den kommenden Sommermonaten an die reiche, aber weithin unbekannte Tradition jüdischen Lebens in Westfalen erinnert werden. Geplant sind im Rahmen des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ neun Veranstaltungen mit Musik, Literatur und Führungen.

„Die ehemaligen Landsynagogen sind mehr als bloße Bauwerke“, sagt Festival-Leiter Dr. Manfred Keller: „Sie sind Hotspots jüdischer Geschichte, in denen Glaube und Kultur des Landjudentums wieder lebendig werden.“

Das Festival findet zwischen Juli und Oktober in Petershagen, Drensteinfurt, Gronau-Epe, Selm-Bork, Hagen-Hohenlimburg, Arnsberg-Neheim, Borgentreich-Borgholz und Coesfeld statt. Ehrengast der virtuellen Auftaktveranstaltung Anfang Mai (Evangelische Kirche in Bochum – YouTube) ist Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Mitbegründer des Vereins „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Zu den acht Exkursionen würden auch Teilnehmende aus der Region, insbesondere jüdische Menschen, eingeladen, kündigt Dr. Anja Nicole Stuckenberger, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie Bochum, an. Jeder Termin umfasst ein Konzert und eine literarische Veranstaltung, eine kleine Bewirtung aus der jüdischen Küche und eine Führung durch die jeweilige Landsynagoge.

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann es zu Terminänderungen u. a. kommen. In dieser Programmübersicht sind sie berücksichtigt und gekennzeichnet. (Stand 22. April 2021).

1. Die Auftaktveranstaltung wird vom 2. Mai auf den 11. Juli verschoben und wird als digitaler Streaming-Event (also keine Präsenz) der Öffentlichkeit angeboten werden.

Festival-Programm