Di, 22. März 2022, 19:00 Uhr

Friedenskapelle im Q1-Eins im Quartier Haus für Kultur, Religion und Soziales im Westend Halbachstraße 2, 44793

Wolfgang Böhrer und Bärbel Kükenshöhner

Spielräume und Zwischentöne
Vortrag mit Musik und anschließender Diskussion

Unsere Haltungen und Lebensweisen greifen auf Grundannahmen und ‚Gewissheiten‘ zurück. Möglicherweise festigen und verankern uns diese Annahmen. Sie geben dann Sicherheit, um Neues zu erkunden und zu meistern. Möglicherweise halten sie uns fest und verhindern innere und äußere Wandelbarkeit. Dann sind wir festgelegt und bleiben wo und wer wir sind.
 
Wie entstehen Möglichkeiten? Was stößt mich an? Was stößt mich ab?
 
Bin ich in ungewissem Kontext überhaupt handlungsfähig? Und handlungsbereit?
 
Woran richte ich meine Möglichkeiten aus? Worauf zielen meine Handlungen ab?
 
In diesem Vortrag möchten wir allgegenwärtige „große“ Fragen „Wie wollen wir leben?“, „Was wollen wir tun?“ ins Kleine und Konkrete übersetzen. Zum Beispiel in die Fragen:
Wie wollen wir miteinander kommunizieren? Wie kann ich mich verständlich machen? Was hilft mir, zu verstehen? Wo hört Sprache auf und könnte Musik anfangen? Was unterscheidet Musik und Sprache? Und wo sind sie sich ähnlich? Wie viel Freiheit und wie viele Vorgaben brauche ich, um Spiel-Räume zu betreten? Ginge das Hier und Jetzt? Und wofür könnte das gut sein?
 
Der Vortrag veranschaulicht anhand von musikalischen Beispielen, die teilweise auch zum spontanen musikalischen Mit-Tun einladen, wie unterschiedliche Grundannahmen unterschiedliche Folgen (musikalische Interaktionen) begünstigen. Sie erhalten Anregungen zu eigenen Grundannahmen und Vorurteilen, zu Gewissheiten und Ungewissheiten, zu Sicherheiten und Unsicherheiten.
In der Diskussion sind sie eingeladen, ihre Beobachtungen und Wahrnehmungen des Gehörten und Erlebten zu teilen.
Bärbel Kükenshöner, geboren 1974 in Werther, OWL, ist Musiktherapeutin (1995 - 1999 Studium der Musiktherapie in Heidelberg), Kinder- und Jugendlichen-Kreativ-Therapeutin (2008 - 2011 bei der Zukunftswerkstatt therapie kreativ) und Singleiterin für Gesundheitseinrichtungen (2014 - 2015 bei „Singende Krankenhäuser e.V.“).
Seit 2014 schwerpunktmäßig in der freiberuflichen kreativen Arbeit mit Krebsbetroffenen und Angehörigen tätig, seit 2017 naturpädagogische Arbeit mit Kindern im Grundschulalter. Liedermacherin und gelegentliche Straßenmusikantin.
 
Wolfgang Böhrer, geboren 1974 in Buchen im Odenwald, ist Musiktherapeut und Gründer freier Musikimprovisationsgruppen. 1995 -1999 Studium der Musiktherapie in Heidelberg. Seit 2013 zertifizierter Lehrmusiktherapeut (DMtG - Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft).
20 Jahre Berufserfahrung als angestellter Musiktherapeut in Kliniken und 30 Jahre Erfahrung mit improvisierter Musik. Seit 2021 freiberuflich tätig mit der ‚Musikwerkstatt Wolfgang Böhrer - Ton und Tun‘ in Bochum. www.tonundtun.de
 
Kosten5,- €, erm. 3.00 €
Studenten haben freien Eintritt.
Termine22.03.2022 19:00 - 22:00 Uhr