Mi, 1. September 2021, 19:15 Uhr

Q1-Eins im Quartier, Haus für Kultur, Religion und Soziales im Westend, Halbachstraße 2, 44793 Bochum

Prof. Dr. Kulkanti Barboza

Wenn Göttinnen und Götter tanzen
Vortrag, Tanzdarbietung, Gespräch

Der mehr als 2000 Jahre alte indische Tempeltanz vollzieht sich jeweils als heilige Handlung, denn nach indischer Überzeugung wohnt die Gottheit Shiva im tanzenden Menschen. Über die Bewegung findet letztendlich eine Identifikation mit seinem kosmischen Tanz statt, welcher alles erschafft, alles erhält und schlussendlich alles wieder auflöst, um letzten Endes Erlösung zu finden. Der tanzende Mensch wird so zu einem heiligen Medium und zum Vermittler zwischen göttlicher und irdischer Sphäre. So werden zum Beispiel mythische Geschichten aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt. Sie stellen einerseits die Taten verschiedener Gottheiten dar, andererseits dienen die göttlichen Handlungen als Vorbild für unser menschliches Tun.
Zu dem höchst anspruchsvollen Tanz gehören genau festgelegte Bewegungen und eine äußerst kunstvolle Gebärdensprache. Kostüme, Schmuck und Schminke dienen ebenfalls als symbolische Bedeutungsträger.
Frau Prof. Dr. phil. K
ulkānti Barboza kommt gebürtig aus Indien. Sie studierte in Indien klassischen indischen Tanz sowie Yoga und ist seit 20 Jahren professionelle Tänzerin mit Auftrittserfahrung in Asien, in den USA und in Europa. In Deutschland studierte sie Ethnologie, Soziologie und Sportwissenschaft (WWU Münster), wurde 2006 promoviert und erhielt 2010 einen Ruf an den Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster. Hier lehrt sie seitdem ästhetische Bewegungserziehung, kreative Sprachbildung für Menschen mit/ohne Migrationshintergrund sowie internationale Perspektiven der Sozialen Arbeit (mit Schwerpunkt Südostasien).
Frau Barboza tanzt sowohl indische als auch abendländische Themen und möchte somit sowohl einen Beitrag zur interkulturellen als auch zur interreligiösen Verständigung leisten.
Kosten5,- €, erm. 3.00 €
Termine01.09.2021 19:15 - 21:30 Uhr