Sa, 30. Oktober 2010, 19:00 Uhr

Evangelische Stadtakademie Bochum, Klinikstraße 20

Dr. Manfred Osten, Bonn

„Wir haben die Zeit – ihr habt die Uhr“
Afrika im Spannungsfeld zwischen Europa, Asien und dem Islam

Der englische Politologe Jan Taylor hat kürzlich hingewiesen auf die fundamentale Bedeutung Afrikas für die innenpolitischen Wohlstandsversprechen Chinas: China ist inzwischen drittgrößter Handelspartner Afrikas (nach den USA und Frankreich) und deckt u. a. zwei Drittel seiner Ölimporte aus Afrika. Über eine Million Chinesen haben inzwischen in Afrika Fuß gefasst. Seit dem Jahr 2000 tagt das sino-afrikanische Kooperationsforum abwechselnd in China und Afrika mit dem chinesischen Versprechen, Afrika vor den Risiken der Globalisierung zu schützen und mit Afrika gemeinsam eine multipolare Weltordnung im Sinne der Kategorien der Harmonie- und Konsensgesellschaft des (in China inzwischen als Staatsdoktrin deklarierten) Konfuzianismus zu entwickeln. Welche sozio-kulturellen Konvergenzen zeigen sich hierbei zwischen diesen beiden neuen Partnern? Welche Chancen und Risiken ergeben sich hieraus für Afrikas Selbstverständnis und sein Verhältnis zu Europa und dem Islam?
 
Dr. Manfred Osten ist Kulturhistoriker, studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften, Literatur sowie Internationales Recht in Luxemburg, langjährige Tätigkeit im Auswärtigen Dienst, ehemaliger Generalsekretär der Humboldt-Stiftung.
 
Kosten4,- €, erm. 2.00 €
Termine30.10.2010 ab 19:00 Uhr