Di, 19. September 2017, 19:30 Uhr

Evangelische Stadtakademie Bochum, Westring 26 c

Professor Dr. Günter Brakelmann, Bochum

Martin Luther 1933 und die Kirche auf der Schwelle zum Nationalsozialismus
450 Jahre - Geburtstag des Reformators

Hitlers Wahlerfolge beruhten nicht zuletzt auf der Zustimmung der Mehrheit der Protestanten zu seinen Programmen: der Revision des Versailler Vertrages, der Errichtung eines autoritären Staates mit der Ausschaltung der demokratischen Parteien im Parlamentarismus der Weimarer Republik. - Auch seine einsetzende Judenpolitik fand zunächst große Zustimmung in der protestantischen Kirche.
Der mehrheitliche Protestantismus konnte jetzt sein, was er schon lange vor dem Nationalsozialismus gewesen ist: nationalistisch, antiaufklärerisch, antiliberal, antidemokratisch und antisemitisch. - Eine ernüchternde Bilanz!
Der Vortrag geht darum den Fragen nach, wie der Protestantismus sich 1933 zum Nationalsozialismus verhalten hat und wie er im Luthergedächtnisjahr 1933 den Reformator und den „Volkskanzler Hitler“ nicht nur verglichen, sondern aufeinander bezogen hat. Zur Sprache kommen wird auch, wie die Bochumer Kreissynode „Luther und Hitler“ gefeiert hat.
 
 
 
Professor Dr. Günter Brakelmann lehrte Christliche Soziallehre und neuzeitliche Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Kirchengeschichte insbesondere die Reformationsgeschichte und die Theologie Martin Luthers gehören nach wie vor zu seinen Arbeitsschwerpunkten.
 
Kosten5,- €, erm. 3,- €
Termine19.09.2017 19:30 - 21:30 Uhr

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