Di, 3. November 2026, 18:30 Uhr

Evangelische Stadtakademie Bochum, Westring 26 c, 44787 Bochum

Jan Mohnhaupt

Tiere im Nationalsozialismus: Blondi, Kamerad Pferd und die „Menschentiere“
Vortrag mit Diskussion

Die Geschichte der Tiere im "Dritten Reich" ist bislang noch wenig erforscht. Dabei waren sie in vielen Bereichen bedeutend: In der Ideologie und Landwirtschaft, im Krieg und im Schulwesen. Ob Kartoffelkäfer als Biowaffe oder Schweine zur „Volkserziehung“ – Tiere wurden von den Nationalsozialisten auf vielfache Weise vereinnahmt. Die Hundezucht diente ihnen als Vorbild für ihren Rassenwahn; ohne Pferde wäre der Ostfeldzug gar nicht erst in Gang gekommen; und der Rothirsch sollte den Mythos vom „Deutschen Wald“ stützen.
 
 
In seinem Buch „Tiere im Nationalsozialismus“ zeigt Jan Mohnhaupt anhand ausgewählter Tierarten, wie eng die NS-Ideologie auch mit vermeintlich unpolitischen Aspekten des Alltags verwoben war.
 
 
Jan Mohnhaupt, geboren 1983, wuchs in Bochum auf, studierte Geografie und Geschichte in Berlin und Wien und befasst sich publizistisch seit Jahren mit Mensch-Tier-Beziehungen. Mohnhaupt veröffentlichte"Tiere im Nationalsozialismus" (2020) und "Der Zoo der Anderen" (2017). Beide wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 2024 erschien im Hanser Verlag sein Buch "Von Spinnen und Menschen. Eine verwobene Beziehung".
Kosten5,- €, erm. 3.00 €
Alle, die studieren oder Grundsicherung beziehen, haben freien Eintritt.
Termine03.11.2026 18:30 - 20:00 Uhr