Di, 31. März 2026, 18:30 Uhr

Evangelische Stadtakademie Bochum, Westring 26 c, 44787 Bochum

Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott

Internationale Gartenausstellung 2027 - ein Innovationslabor zu der Frage, wie wir morgen leben wollen
Vortrag und Gespräch

Das Ruhrgebiet ist geprägt von einer lebendigen und allgegenwärtigen Geschichte, die von Wandel, Entwicklung und Resilienz erzählt. Erfolgsprojekte, wie die Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park 1989 – 1999, die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010, der Emscher-Umbau und Essen als Grüne Hauptstadt Europas haben genau daraus ihre Strahlkraft bezogen. Nun auf dem Weg, zur grünsten Industrieregion der Welt werden, bereitet sich die Region an Emscher, Lippe und Ruhr auf eine Internationale Gartenausstellung vor.
Die programmatische Frage „Wie wollen wir morgen leben?“ umfasst viele Herausforderungen der Weltgemeinschaft. Es geht um das Zusammenleben, um einen nachhaltigen und rücksichtsvollen Umgang mit unseren Ressourcen und um Klimaanpassungsstrategien. Wie sehr die globalen Einflüsse unsere Arbeit auf dem Weg zur Realisierung dieser Internationalen Gartenausstellung 2027 bestimmen würden, war bei der Bewerbung um die Ausrichtung der IGA 2027 in einem solchen Ausmaß nicht vorhersehbar.
Eine Internationale Gartenausstellung kann Schaufenster, Bühne und Austragungsort für einen gesellschaftlichen Diskurs über Zukunftsperspektiven sein. Die Rolle der Landschaft und Freiräume, ihre Nähe zum Wohnort, Gestaltung, Ausstattung und ökologische Funktion gewinnen an Bedeutung. Auch ihre Produktivität für Umwelt- und Lebensqualität, für den Gartenbau und die Landwirtschaft wirft wesentliche Fragen auf: Über Verteilung und Zuordnung zu den Wohngebieten, Produktion, Distribution und nachhaltige Bewirtschaftung. Diese Themen der wieder engeren und stärkeren Vernetzung von Produzieren, Verteilen, Leben und Arbeiten, einer Mobilität der kurzen Wege sowohl physisch als auch virtuell über die Digitalisierung beschäftigen die IGA 2027 in der Verknüpfung der städtebaulichen Entwicklungen im Kontext dreier Ebenen „Zukunftsgärten“, „Unsere Gärten“ und „Mein Garten“. Diese drei Ebenen der IGA 2027 erfüllen in mehrfacher Funktion eine wichtige Rolle.
Die temporären Ausstellungsbeiträge in den Zukunftsgärten laden zur Information und zum Diskurs ein. Mit der Ebene ‚Unsere Gärten‘ schaffen die Kommunen mit ihren Beiträgen ein dichtes grünes Netz für die IGA 2027. Die Ebene ‚Mein Garten‘ möchte alle Menschen und die Gäste der Region zur Teilhabe motivieren und die IGA bis vor die Haustür bringen.
 
 
Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott ist Landschaftsarchitektin und Kunsthistorikerin. Sie hat zwanzig Jahre lang den Emscher-Umbau mitgestaltet. Seit 2020 ist sie Mitarbeiterin der Durchführungsgesellschaft der IGA 2027 gGmbH.
Kosten
Der Eintritt ist frei.
Termine31.03.2026 18:30 - 20:00 Uhr