Di, 17. März 2026, 18:30 Uhr
Evangelische Stadtakademie Bochum Westring 26 a-c, 44787 Bochum
Professor Dr. Detlef Pollack
Die ersten und die letzten Dinge und das Hier und das Jetzt: Überlegungen zum veränderten Zeitverständnis in der westlichen Moderne
Vortrag und Gespräch
Seit der politischen und ökonomischen Doppelrevolution im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert hat sich der Zukunfts- und Erwartungshorizont der Menschen in der westlichen Moderne auf eine Weise erweitert, die in den Jahrhunderten zuvor unvorstellbar war. Die Folgen für das Christentum, das das Ende der Welt gepredigt und die Menschen zur Umkehr aufgerufen hat, sind unübersehbar. Ein neues Vertrauen in die Gestaltbarkeit der Welt hat sich ausgebreitet. Heute aber gerät dieses Vertrauen angesichts der sich überlagernden globalen Krisen ins Wanken. Bedeutet das eine neue Chance für das Christentum? Ändert sich gerade unser Verhältnis zur Zukunft? Gehen wir achtsamer mit der Zeit, die wir haben, um? | |
![]() Detlef Pollack war bis 2022 Professor für Religionssoziologie an der Universität Münster und von 2015 bis 2018 Sprecher des dortigen Exzellenzclusters "Religion und Politik". Von 1995 bis 2008 war er Professor für vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, und hatte von 2003 bis 2005 den Max-Weber Chair an der New York University inne. Zuletzt erschienen: Religion in der Moderne: Ein internationaler Vergleich (mit Gergely Rosta). Frankfurt/M.:Campus, 2025 in dritter Auflage; Das unzufriedene Volk: Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute. Bielefeld: transcript, 2020; Große Versprechen: Die westliche Moderne in Zeiten der globalen Krise. München: C.H. Beck, 2025. | |
| Kosten | 5,- €, erm. 3.00 € |
Alle, die studieren oder Sozialleistungen beziehen, haben freien Eintritt. | |
| Termine | 17.03.2026 18:30 - 20:00 Uhr |

