So, 12. Juli 2026, 14:00 Uhr

Alte Synagoge Hohenlimburg, Jahnstraße 46, 58119 Hagen und Kath. Kirche St. Bonifatius, Im Weinhof 8, 58119 Hagen

Gisbert Strotdrees, Rudolf Damm, Mitglieder des Vorstands der GCJZ Hagen; Aviva Grosman, Alla Mesionzhnik mit dem Bat Kol David Chor des LV der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe

Lesung, Stadtführung und Konzert in Hagen-Hohenlimburg
Veranstaltung zum 6. Festival "Musik & Kultur der Synagoge"

Das Programm im Überblick
 
14.00 Uhr · Lesung/Vortrag
Facetten jüdischen Landlebens in Westfalen
Gisbert Strotdrees
 
15.30 Uhr · Führung
Auf jüdischen Spuren in Hohenlimburg
Vorstand GCJZ Hagen
 
17.00 Uhr · Konzert
 „Mir lebn eibig“
Jüdische Musik von gestern und heute
Konzert mit Bat Kol David (Echo der Stimme Davids), Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe, Dortmund, Leitung: David Zapolski
 
 
Lesung / Vortrag
14.00 Uhr · Alte Synagoge Hohenlimburg, Jahnstraße 46, 58119 Hagen
 
Facetten jüdischen Landlebens in Westfalen
Gisbert Strotdrees
 
Der Historiker und Journalist Gisbert Strotdrees entwirft anhand seines Buches „Jüdisches Landleben – Vergessene Welten in Westfalen“ ein lebendiges Bild der reichen jüdischen Geschichte zwischen Rhein und Weser. Der Blick geht in das Innere der kostbaren Landsynagogen, die den NS-Terror und die Missachtung der Nachkriegszeit überdauert haben, und auf die Marktplätze Westfalens, wo Bauern und jüdische Viehhändler jahrhundertelang auf „Jüdischdeutsch“ verhandelt haben. Es war eine Mischung aus Hochdeutsch, Platt, Rotwelsch, Hebräisch und Jiddisch – eine Sprache aus vielen Welten. – Der Vortrag spart auch die dunklen Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte nicht aus, sondern beleuchtet das Ganze der vergessenen und verdrängten jüdischen Landesgeschichte.
 
Führung
15.30 Uhr · Führung in der Alten Synagoge und auf dem Jüdischen Friedhof
 
Auf jüdischen Spuren in Hohenlimburg
Rudolf Damm und Mitglieder des Vorstands der GCJZ Hagen
 
Die Alte Synagoge in Hohenlimburg ist ein Synagogengebäude von 1870. Am 9./10. November 1938 wurden das Dach, die Fenster, die Türen sowie die Inneneinrichtung zerstört. Von einer Bürgerbewegung saniert, wurde das Gebäude 1986 im Beisein von Mitgliedern der früheren jüdischen Gemeinde Hohenlimburg als Mahn- und Gedenkstätte der Stadt Hagen und damit der Öffentlichkeit übergeben.
Der Jüdische Friedhof liegt im Hohenlimburger Ortsteil Elsey. Ein auf der Mittelachse angelegter Treppenweg erschließt den nach Südosten (nach Jerusalem) ausgerichteten Gräberkomplex.
 
Konzert
17.00 Uhr · Katholische Kirche St. Bonifatius, Hagen-Hohenlimburg, Im Weinhof 8, 58119 Hagen
 
 „Mir lebn eibig“
Jüdische Musik von gestern und heute
 
Aviva Grosman, Violine; Alla Mesionzhnik, Klavier und Bat Kol David (Echo der Stimme Davids), Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe, Dortmund
 
Im ersten Teil bietet das Konzert geistliche Musik: Werke von Louis Lewandowski und Lieder der Synagoge von Erich Mendel / Eric Mandell.
Moderation: Dr. Manfred Keller, Bochum
Im zweiten Teil erklingt weltliche Musik „von traurig bis heiter“, u.a. auch jiddische Lieder. Moderation: Barbara Samuel, Dortmund
 
 
Das Festival „Musik & Kultur der Synagoge “ 2026 wird ermöglicht dank der finanziellen Unterstützung durch:
 
Die Antisemitismusbeauftragte NRW
Freundeskreis Synagoge Bochum – Herne – Hattingen
Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe
Stadt Bochum – Kulturbüro
Evangelische Kirche von Westfalen
Kosten
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zur Deckung der Kosten würden wir uns freuen.
Termine12.07.2026 ab 14:00 Uhr