So, 28. Juni 2026, 14:00 Uhr
Seminarraum der Burg Botzlar, Selm; Alte Synagoge Selm-Bork; Saal des Bürgerhauses Selm
Ulrike Migdal; Manon Pirags und Fredy Niklowitz; Bat Kol David Chor des LV der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe (David Zapolski)
Lesung, Führung und Konzert in Selm-Bork
Veranstaltung zum 6. Festival "Musik & Kultur der Synagoge"
Programm im Überblick 14.00 Uhr · Lesung Ilse Weber: „Wann wohl das Leid ein Ende hat“ Lieder – Lyrik – Briefe Ulrike Migdal, Bochum 15.30 Uhr · Führung Auf jüdischen Spuren in Selm-Bork Manon Pirags und Fredy Niklowitz 17.00 Uhr · Konzert „Mir lebn eibig“ – Jüdische Musik von gestern und heute Bat Kol David (Echo der Stimme Davids), Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe, Dortmund, Leitung: David Zapolski Lesung 14.00 Uhr · Seminarraum der Burg Botzlar, Selm Ilse Weber: „Wann wohl das Leid ein Ende hat“ Lieder – Lyrik – Briefe Mit Ulrike Migdal, Bochum Ulrike Migdal lässt die Stimme der in Auschwitz ermordeten jüdischen Schriftstellerin Ilse Weber lebendig werden. Mehr als siebzig Gedichte und Lieder schrieb Ilse Weber in ihren Nachtwachen in der von ihr gegründeten Kinderkrankenstube in Theresienstadt – etwa fünfzehn Jahre, nachdem sie mit ihren ersten Kinderbüchern, Gedichten, Theaterstücken und Hörspielen in der Tschechoslowakei bekannt geworden war. Ulrike Migdal ist Autorin und Musikerin. Für ihre Biographie über die jüdische Dichterin Ilse Weber wurde sie mit dem Politik- und Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Führung 15.30 Uhr · Führung durch die Alte Synagoge, Selm-Bork Auf jüdischen Spuren in Selm-Bork Manon Pirags und Fredy Niklowitz Die Synagoge in Bork, einem Ortsteil von Selm, wird erstmals 1818 erwähnt. In der Nacht des 9. November 1938 wurde ihre Inneneinrichtung zerstört. Einen Monat zuvor musste die Jüdische Gemeinde das Gebäude an den Nachbarn verkaufen. Dies und die enge Bebauung im Dorf verhinderte das Abbrennen. Manon Pirags, stv. Leiterin der VHS Selm, führt durch das kostbare Gebäude, das seit der Restaurierung in den 1990er Jahren von der VHS vielfältig kulturell genutzt wird. Parallel gestaltet Fredy Niklowitz, Archivar und Ortsheimatpfleger für Selm-Bork, eine Führung über den Jüdischen Friedhof, der halbwegs zwischen Bork und Selm liegt. Trotz des fragmentarischen Erhaltungszustands spiegelt der Friedhof über 100 Jahre jüdisches Leben vor Ort. Konzert 17.00 Uhr · Saal des Bürgerhauses Selm „Mir lebn eibig“ Jüdische Musik von gestern und heute Aviva Grosman, Violine; Alla Mesionzhnik, Klavier und Bat Kol David (Echo der Stimme Davids), Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe, Dortmund Im ersten Teil bietet das Konzert geistliche Musik: Werke von Louis Lewandowski und Lieder der Synagoge von Erich Mendel / Eric Mandell. Moderation: Dr. Manfred Keller, Bochum Im zweiten Teil erklingt weltliche Musik „von traurig bis heiter“, u.a. auch jiddische Lieder. Moderation: Barbara Samuel, Dortmund Das Festival „Musik & Kultur der Synagoge “ 2026 wird ermöglicht dank der finanziellen Unterstützung durch: Die Antisemitismusbeauftragte NRW Freundeskreis Synagoge Bochum – Herne – Hattingen Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe Stadt Bochum – Kulturbüro Evangelische Kirche von Westfalen | |
| Kosten | Der Eintritt ist frei. Um eine Kollekte zur Deckung der Kosten wird gebeten. |
| Termine | 28.06.2026 ab 14:00 Uhr |
