Nach den beiden Bänden von Günter Brakelmann über die Geschichte der Bochumer Kreissynode 1913 - 1919 (2011) und 1919 - 1933 (2013) ist nun ein dritter Band erschienen, der die Geschichte der Kreissynode Bochum seit ihrem Anfang im Jahr 1818 vervollständigt. (mehr: hier auf Titel klicken)

Die Geschichte des Kirchenkreises Bochum im 19. Jahrhundert (1818 - 1912).
Ein Studien- und Lesebuch"

Dieser neue Band dokumentiert auf 544 Seiten die auf 94 Kreissynoden verhandelten Themen. 
Es wird deutlich, wie sich die evangelischen Kirche in Bochum zu den theologischen und kirchenpolitischen Themen im Kontext der politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen beim Übergang von  einer Agrargesellschaft zu einer früh- und zunehmend hochindustriellen Technik- und Arbeitsgesellschaft verhalten hat. 
Es entsteht ein komplexes und zum Teil widersprüchliches Bild von den Prinzipienkämpfen der Kirche gegen die politische Aufklärung, gegen Liberalismus, gegen Demokratismus und gegen die säkularen Emanzipations-postulate der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie auf der einen Seite und auf der anderen Seite von kirchlicher Mitarbeit im Kampf gegen die sozialen Schäden im Alltag der Menschen und von den Bemühungen kirchlicher Kreise um die Weiterentwicklung eines sozialstaatlichen Gemeinwesens unter den Bedingungen des kaiserlichen und königlichen Obrigkeitsstaates.
Wert gelegt wird auf die Wiedergabe zeitgenössischer Quellen, die uns sowohl von der Sprache wie von ihren Argumentationsweisen her in das zeitgenössische Denken und Argumentieren unmittelbar hinein nehmen.

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung

200 Jahre Kreissynode Bochum
am Sonntag, 16. September 2018 um 16 Uhr
in der Evangelischen Stadtakademie, Westring 26 c, 44787 Bochum

wird das Buch von Superintendent Dr. Hagmann und Prof. Dr. Albrecht Geck, Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE) vorgestellt.

Erschienen ist das Buch im LIT-Verlag Münster.